Der Notebook-Guide für Studenten

DAS RICHTIGE NOTEBOOK FÜRS STUDIUM

Studieren ohne den passenden Laptop ist heutzutage nahezu unmöglich. Schon alleine das Herunterladen der Skripte und Aufgaben oder die Anmeldung für eine Klausur wird ohne Notebook zu einem unüberwindbaren Hindernis. Hier erfährst du, worauf du beim Kauf achten musst und wie du dir als Student viel Geld sparen kannst.

Der Semesterstart steht vor der Tür und viele Studenten und Studentinnen stehen dem Notebook-Kauf anfangs ein wenig ratlos gegenüber. Die Auswahl ist unglaublich groß und der Preis übersteigt schnell das Budget eines durchschnittlichen Studenten. Es muss jedoch nicht gleich eines unserer High-End Modelle sein. Schließlich soll mit dem Notebook auf dem Campus gearbeitet und kein Videospiel-Turnier gewonnen werden. (Aber keine Sorge: Excel-Spiele für langweilige Seminare sind mit nahezu jedem Notebook möglich.)

Mit folgenden Themenbereichen befasst sich dieser Artikel:

  1. Notebook-Arten und deren Unterschiede
  2. Größe und Gewicht
  3. Die wichtigsten Komponenten
  4. Sparen als Student

I. NOTEBOOK-ARTEN UND DEREN UNTERSCHIEDE

Es gibt mittlerweile verschiedene Arten von Notebooks auf dem Markt, die sich nicht unbedingt auf den ersten Blick voneinander unterscheiden lassen. Zumindest, wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat. Nachfolgend findest du eine kurze Aufstellung der verschiedenen Typen:

Notebooks sind die Standardmodelle unter den mobilen PCs. Standard-Notebooks sind mit einer fest integrierten Tastatur versehen und lassen sich um bis zu 180° aufklappen. Einige Modelle verfügen zudem über einen Touchscreen. Im Bereich der Standard-Notebooks hast du definitiv die größte Auswahl.

Convertibles sind hier etwas flexibler. Diese lassen sich durch raffinierte Klappmechanismen um bis zu 360° drehen, sodass das Gerät auch in Form eines Tablet-Computers genutzt werden kann. Deshalb sind auch alle Convertibles mit einem Touchscreen ausgestattet.

2-In-1-Geräte / Detachables sind in diesem Vergleich die Alleskönner. Durch eine abnehmbare Tastatur und Touchscreen können diese Geräte als Notebook sowie als Tablet genutzt werden. Haben für dich Flexibilität und Mobilität die höchste Priorität, sollten diese Geräte deine erste Wahl sein.

Schon hier entscheidet sich wohin die Reise preislich in etwa gehen wird. Vergleicht man 3 dieser Geräte mit identischer Ausstattung, sind Standard-Notebooks meist etwas preiswerter als Convertibles und 2-In-1 Geräte, welche mit zusätzlichen Mechanismen und Anschlüssen ausgestattet sind.

II. GRÖSSE UND GEWICHT

Als Student musst du mobil und flexibel sein. Im Gegensatz zum normalen Schulalltag finden Vorlesungen nicht immer im selben Raum statt. Oft bist du den ganzen Tag zu verschiedenen Bereichen auf dem Campus unterwegs.

Deshalb solltest du darauf achten, dass dein Notebook nicht zu groß und zu schwer ist. Ein Notebook mit einem Gewicht von 4kg den ganzen Tag herumzutragen ist erfahrungsgemäß nicht sehr erfreulich und dein Rücken wird es dir auf Dauer auch danken, wenn du ein leichteres Modell wählst. Ein Gewicht um die 2kg sollte darum das Maximum sein.

Unter einer Displaygröße von 13,3“ (Bilddiagonale) benötigst du schon sehr gute Augen, um alles gut erkennen zu können. Diese sehr kleinen Geräte solltest du nur in Erwägung ziehen, wenn du nichts anderes damit vorhast als Text-Dokumente während der Vorlesung zu erstellen. Generell empfehlen wir daher eine Displaygröße zwischen 13,3“ und 15,6“. Bei diesen Größen ist gewährleistet, dass du für die verschiedensten Arbeitsanforderungen genügend Platz auf dem Display hast und gleichzeitig mobil und flexibel bleibst.

III. DIE WICHTIGSTEN KOMPONENTEN

Was dein Notebook an Leistung mitbringen muss hängt natürlich stark von deinem Studium ab. Der durchschnittliche Student nutzt Office-Anwendungen, E-Mails sowie das Internet. Hierfür reichen in der Regel Einstiegs-Modelle unter 1.000 € locker aus.

Für Studiengänge in denen konstruiert, visualisiert, gerendert, designed, Bilder bearbeitet oder Filme geschnitten werden benötigst du oft eine spezielle Software, die dann wesentlich mehr Leistung verschlingt. Hier solltest du dann in Betracht ziehen zu einer Workstation zu greifen. Workstations werden häufig für spezielle Einsatzbereiche in der Industrie gefertigt, um die dort vorausgesetzten Anforderungen zu erfüllen. (Hier geht‘s zu unserem Lenovo Workstation Guide)

CPU / PROZESSOR

Der Prozessor erledigt die meiste Rechenarbeit und ist damit das Herzstück eines jeden Computers. Für Office-Anwendungen, Internet und E-Mails sind 2 Kerne (DualCore) völlig ausreichend. Müssen spezielle und/oder mehrere Programme gleichzeitig auf dem Notebook laufen, solltest du schon mindestens zu einer CPU mit 4 Kernen (QuadCore) greifen.

(Tipp: Es muss nicht immer die neueste CPU-Generation sein. Ältere CPUs bieten meist nur minimal weniger Leistung als die Aktuellen, sind dafür jedoch deutlich günstiger.)

Nahaufnahme eines Intel Core i9-9900K
Nahaufnahme eines Notebook-Arbeitsspeichers

RAM / ARBEITSSPEICHER

Der Arbeitsspeicher ist ein kurzzeitiger Speicher, in dem Windows alle laufenden Prozesse und Programme zwischenspeichert. Je mehr Programme du gleichzeitig laufen lassen willst, desto mehr Arbeitsspeicher benötigst du. Da die RAM-Nutzung jedes einzelnen Programms von Jahr zu Jahr steigt, empfehlen wir dir mit 8 GB einzusteigen. Besitzt das von dir ausgesuchte Notebook einen zweiten oder austauschbaren RAM-Slot, kannst du den Arbeitsspeicher jederzeit erweitern.

(Tipp: Die meisten Notebooks in unserem Shop können nach Wunsch konfiguriert werden. Findest du das perfekte Notebook – nur leider mit zu wenig Arbeitsspeicher – kannst du diesen problemlos bei uns erweitern. Voraussetzung dafür ist, dass das Gerät einen austauschbaren oder zweiten RAM-Slot besitzt.)

FESTPLATTE

Die Festplatte ist das Speichermedium deines Notebooks. All deine Dokumente, Dateien und Programme werden darauf gespeichert. Ebenso das Betriebssystem. Hierbei sind die wichtigsten Anwärter die SSD-Festplatten (Solid State Drive) und die HDD-Festplatten (Hard Disk Drive). HDD-Festplatten nutzen ein magnetisches Speichersystem bei dem rotierende Scheiben zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu den HDDs gibt es in den SSD-Festplatten keinerlei bewegliche Teile, da diese zu den elektronischen Speichermedien gehören. SSDs sind zwar teurer, bieten aber einige Vorteile gegenüber den HDDs: Sie sind schneller, leiser und weniger empfindlich für Erschütterungen. Da du als Studenten viel unterwegs bist und das Notebook schon Mal die ein oder andere holprige Tour mitmachen muss, empfehlen wir dir zu einer SSD zu greifen.

(Tipp: Auch die Festplatte kannst du bei den meisten Geräten in unserem Shop erweitern. Sind bei einem Gerät keine Upgrade-Möglichkeiten zu sehen, nimm einfach Kontakt zu uns auf. Unsere Vertriebsexperten sind jederzeit für dich da und stehen dir mit Rat und Tat zur Seite.)

Nahaufnahme des Innenlebens einer HDD-Festplatte
Nahaufnahme eines Notebook-Akkus

AKKU

Wenn du auf dem Campus nicht den ganzen Tag Steckdosen suchen willst, solltest du darauf achten ein Gerät mit ausreichend Akkulaufzeit zu wählen. Wir empfehlen dir ein Notebook mit mindestens zehn Stunden Akkulaufzeit. Jetzt denkst du sicher „Warum zehn Stunden? Ich bin doch im Durchschnitt nur sechs bis acht Stunden in der Uni!“ Die Antwort darauf ist ganz einfach: Die Herstellerangaben der Akkulaufzeit sind mit Vorsicht zu genießen. Die Angaben zur Akkulaufzeit wurden durch optimale Bedingungen erreicht – mit dem praktischen Einsatz hat das in den meisten Fällen wenig zu tun.

(Tipp: Sollte dich bei deinem ausgewählten Notebook lediglich die Akkulaufzeit beunruhigen, kannst du auch einen zweiten, externen Akku nutzen. Dieser bedeutet aber natürlich zusätzliches Gewicht und ist deshalb nicht jedem zu empfehlen.)

GPU / GRAFIKKARTE

Die GPU (Graphics Processor Unit) ist der Grafikprozessor deines Notebooks. Die GPU hat die Aufgabe die Pixel auf deinem Bildschirm zu berechnen. Zudem übernimmt sie die Berechnung für alle 2D- und 3D-Grafiken. Deshalb kommt es wie bei dem Prozessor darauf an was für Programme du in deinem Studium benötigst. In den meisten Studiengängen ist die im Prozessor verbaute Grafikeinheit (Intel UHD Graphics / AMD Radeon Vega Graphics) völlig ausreichend. Arbeitest du jedoch beispielsweise mit einer Software der 3D-Modellierung oder -Animation (z. B. Foundry), solltest du auf jeden Fall nach einem Notebook mit einer dedizierten Grafikkarte Ausschau halten.

(Tipp: Auch im Bereich Grafikkarten gibt es mittlerweile externe Lösungen. Diese sind jedoch immer noch sehr, sehr teuer. Prüfe vor dem Kauf also genau, ob du in Zukunft eine dedizierte Grafikkarte benötigst oder nicht. Wenn du dir absolut unsicher bist, hilft meistens schon ein Blick in die Systemanforderungen der entsprechenden Software. Alternativ kannst du dich natürlich einfach bei uns melden oder uns spontan in unserem Ladengeschäft am Münchner Hauptbahnhof besuchen.)

Nahaufnahme eines NVIDIA Mobile Grafikchips
spiegelndes Notebook-Display in Benutzung

DISPLAY

Der Display wird oft außer Acht gelassen, obwohl dieser doch zu den wichtigsten Komponenten gehört. Wenn du vorhast auch mal draußen mit deinem neuen Notebook zu arbeiten, solltest du darauf achten ein mattes Display zu wählen. Bei einem glänzenden Bildschirm können die Spiegelungen im Freien die Sichtbarkeit sehr stark einschränken. Dafür erscheinen Farben und Kontraste auf einem glänzenden Display kräftiger. Geht dein Studium also in Richtung Grafikdesign o.Ä. solltest du aufgrund der besseren Farben und Kontraste zu einem Glanz-Display greifen.

Berücksichtige bei deiner Entscheidung auch die verschiedenen Bildschirm-Technologien. TN-Displays sind zwar billiger und bieten schnellere Reaktionszeiten, dafür sind die Farben und der Kontrast deutlich schlechter als bei den IPS-Panels. Obendrein sind TN-Panels blickwinkelabhängig. Das bedeutet, dass du nur ein perfektes Bild siehst, wenn du direkt vor dem Notebook sitzt. Stehst du mit mehreren Personen vor einem Display mit TN-Technologie, werden die äußeren Personen mit einem höheren Betrachtungswinkel schon kaum mehr etwas auf dem Display erkennen. Da IPS-Bildschirme diese Schwächen völlig ausgemerzt haben, solltest du darauf achten, dass das Notebook für dein Studium einen IPS-Display besitzt.

IV. SPAREN ALS STUDENT

Einige Hersteller – darunter Lenovo und HP – bieten Education-Programme für Studenten, Schüler, Azubis, Lehrer und wissenschaftliche Mitarbeiter an. Auf Produkte in diesem Programm erhältst du als Student großartige Rabatte.

Auch unser Shop von Studi-Notebooks hat sich auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Studenten, Schülern, Lehrern und jungen Arbeitenden spezialisiert. Deshalb findest du in unserem Shop sogenannte Campus-Produkte mit Studentenrabatten von bis zu 40% auf den regulären Kaufpreis. Damit du für den Erwerb eines Campus-Produktes berechtigt bist, musst du uns lediglich einen Nachweis (z. B. Immatrikulationsbescheinigung) zukommen lassen. Das geht am einfachsten, wenn du diesen Nachweis direkt im Checkout Prozess mit hochlädst. Natürlich kannst du uns den Nachweis auch per E-Mail oder Fax senden. Wer von den Studentenangeboten profitieren kann und welche Dokumente als Nachweis anerkannt werden kannst du auf unserer Unterseite Forschung & Lehre Nachweispflicht nachlesen.

Wir hoffen, dass dir dieser Guide die Auswahl des richtigen Notebooks für dein Studium erleichtert. Solltest du noch Fragen haben oder feststellen, dass wir etwas Wichtiges in unserem „Notebook-Guide für Studenten“ vergessen haben, schreibe uns eine Nachricht an campus@ncs.de oder rufe uns ganz einfach an unter 089 2424 1888 0.

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